Freitag, 25. März 2011

Katholische Gynäkologen heute: Bedrängnis und Bewährung

(zenit.org) Die Internationale Föderation der Katholischen Ärzte (FIAMC) hat in Rom eine Konferenz über die Würde der Mutterschaft und der Gynäkologen einberufen, die vom 31. August bis 4. September diesen Jahres im Institut Maria SS. Bambina stattfinden soll.
Dieser VIII. Kongress der katholischen Gynäkologen wird von MaterCare International organisiert, einer Vereinigung der FIAMC, die vom Päpstlichen Rat für die Pastoral im Krankendienst und von der Päpstlichen Akademie für das Leben unterstützt wird.
Ziel dieser Konferenz ist einerseits den Wert der Mutterschaft und andererseits die einzigartige Rolle der Gynäkologen und Mediziner im Dienst ihrer Verteidigung hervorzuheben.
Der Präsident von FIAMC, der spanische Arzt José Maria Simon Castellvi, erklärte gegenüber ZENIT, dass die Prioritäten der katholischen Ärzte „der Schutz des menschlichen Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod sind, sowie der Schutz der Fruchtbarkeit, da Kinder ein großes Gut sind,sowie die Förderung einer gesunden Anthropologie zwischen Ehegatten und die Gesundheitsversorgung von Müttern und Kindern."
Geburtshelfer und Gynäkologen, sowie Hebammen und anderes medizinisches Personal „sind die Finger, die das Gut des entstehenden Lebens berühren. Sie stehen an entscheidenden Momenten des menschlichen Lebens und können viel Gutes tun, aber auch viel Schaden anrichten", sagte der Arzt.
Bei der Vorstellung der Konferenz wurden die katholischen Gynäkologen als „Zeichen des Widerspruchs in der Welt der Kultur des Todes" betrachtet. „Katholische Gynäkologen sind heute wahre Helden. Sie stehen unter großem Druck. In vielen „zivilisierten" Ländern ist es leider unmöglich, ohne die Durchführung von Abtreibungen als katholischer Frauenarzt praktizieren zu können", sagte der spanische Arzt.
Der Präsident von FIAMC bedauerte die Existenz von „Gruppen und sogar internationalen Organisationen, die anstatt diese Werte zu fördern, mit medizinisch unhaltbaren Ausreden unschuldigen Menschen in der Gebärmutter das Leben auslöschen, und die Fruchtbarkeit bekämpfen, als ob dieses Kind ein Insekt wäre. Das Problem des Westens ist, dass sie die Fruchtbarkeit als eine Gefahr für den persönlichen Gesundheits- oder Sozialbereich hinstellt. Und das ist sie nicht."
Die entwickelten Länder müssten kulturelle und geistige Anstrengungen erbringen, um die eheliche Beziehung und Kinder als großes Geschenk Gottes sehen zu können. Die größten Herausforderungen, denen die katholischen Gynäkologen derzeit gegenüberstünden, seien die natürliche Regulierung der Fruchtbarkeit, der Mutterschutz und intensive Dienstleistungen, die jedoch die unfruchtbaren Ehegatten nicht ersetzen.
Simon erklärte, dass die sanitäre Versorgung von Müttern in der Dritten Welt zu den größten Sorgen von MaterCare und FIAMC gehöre, da sie dürftig oder gar unzureichend sei. „Es fehlt an allem, vor allem aber an Fachpersonal." In der Dritten Welt würden Entbindungskliniken benötigt, die sie nun anfingen zu bauen. Zum Beispiel bauten sie gerade eine Klinik in Isiolo, Kenia.
Für den Präsidenten von FIAMC gehört zu den Prioritäten, die Müttersterblichkeit zu verringern. Jeden Tag sterben Simon zufolge weltweit, vor allem in armen Ländern, 1.500 Mütter, oft verlassen und allein. "Wir können das nicht zulassen." Die heutige Medizin habe alle Werkzeuge, um Müttern und Kindern zu helfen, ohne irgendjemanden oder irgendetwas zerstören zu müssen. "Vielleicht werden Kinder im Westen nicht als Gut mit Ewigkeitswert gesehen. Dennoch ist jedes menschliche Wesen für die Ewigkeit erschaffen", sagte der Arzt.
Für weitere Informationen: www.fiamc.org

Quelle: stjosef.at vom 24. März 2011

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