Kommunikation: Nicht nur Ärzte, auch Patienten sollten besser kommunizieren
Labels: Arzt, End-of-Life-Care, Kommunikation, Patient
Labels: Arzt, End-of-Life-Care, Kommunikation, Patient
Ärzten brauchen Trainings, um PC-bedingte Kommunikationsdefizite auszugleichen
Labels: Arzt, Kommunikation, Patient, Studie
Sozialer und Bildungsbackground spielten ebenso eine Rolle
Labels: Kommunikation, Medikamente, Studie, Therapieerfolg
Labels: Arzt, Imago Hominis, Kommunikation, Medizin, Patient
Labels: Arzt, Kommunikation, Patient, Studie
Ärztliche Schuldzuweisungen gegenüber dem Patienten führen nicht zum Ziel
Labels: Kommunikation, Nebenwirkungen, Studie, Therapie, Therapieerfolg
Labels: Ärzte, Kommunikation, Krebs
Worte, Zuhören und Verständnis der Behandler stärkt Vertrauen und Compliance
Labels: Kommunikation, Lebensqualität, Therapieerfolg
Gespräche erleichtern seelische Leiden und verbessern Kommunikation mit Patienten Welchen Nutzen stiften die rund 10.000 Geistlichen in den Krankenhäusern der USA für Patienten, ihre Angehörigen und das medizinisch-pflegerische Personal? Diese Frage stand im Mittelpunkt einer weitgehend qualitativen Pilotstudie über die Rolle von Geistlichen in Palliativ-Behandlungsteams für Kinder – aus der Sicht von Ärzten und den Geistlichen selbst. Die im Journal of Palliative Medicine (2011; 14(6): 704-707) publizierte Studie wurde im Auftrag des The Hastings Center und des Rush University Medical Center in Chicago durchgeführt.
Im Fokus der durchgeführten Erhebung standen 8 von 28 USA-weit verbreiteten Programmen zur kindbezogenen Schmerzbehandlung (so genannte "pediatric palliative care" ), in die Geistliche strukturell eingebunden waren. Die befragten Chefärzte beschrieben die Arbeit der überwiegend fest am Krankenhaus angestellten Geistlichen so: Als erstes erleichterten sie das geistig verursachte Leiden der jungen Patienten und ihrer Familien. Zweitens verbesserten Gespräche mit den Geistlichen die Kommunikation zwischen den Familien und dem Behandlungsteam über die Ziele der Behandlung.
Drittens vermitteln Geistliche auch den anderen Teammitgliedern eine etwas andere oder aufmerksamere Sichtweise der Behandlung und Behandelten. Umso wichtiger ist daher die Erkenntnis der Untersuchung, dass Geistliche in der Regel zu den gut integrierten Mitgliedern der PPC gehörten.
Die interviewten Geistlichen berichteten, dass sie sich dabei aber mehr auf den Prozess ihrer Arbeit als darauf konzentrierten, wie sie zu besseren Ergebnissen führt. Beide Gruppen waren sich einig, dass es darauf ankommt, gemeinsam im Team zu lernen, wie man den Bedürfnissen der Patienten und ihrer Angehörigen nach seelischer Unterstützung besser entgegen kommt und ihre Erwartungen an Geistliche genauer zu erkennen lernt. Zudem müssen die bei Angehörigen verbreiteten Vorurteile beseitigt werden, nämlich dass Geistliche nur dann präsent wären, wenn der Tod des Kindes kurz bevor stünde, oder dass sie nur als Missionare ihrer eigenen religiösen Überzeugung auftreten würden.
Quelle: Imabe-Newsletter September 2011
Labels: Geistliche, Kommunikation, Krankenhaus, Leiden
"Leider habe ich keine guten Nachrichten fur Sie...“ Während der Arzt noch nach Worten sucht, ist die Welt für den Patienten zusammengebrochen. Viele Ärzte unterschatzen das. Gute Kommunikation muss im tiefsten Sinn authentisch sein, informieren und dem Patienten emotionale Stabilität geben.
Labels: Arzt-Patient-Beziehung, Kommunikation
Wie sage ich es meinem Patienten? Murphys Gesetz lautet in der bekannten Form: Alles, was schief gehen kann, wird auch schief gehen. Umgelegt auf die Medizin heißt das: Jeder wird früher oder später mit Fehlern und Fehlleistungen konfrontiert.
Labels: Fehlerkultur, Kommunikation, Medizin
Die Medizin steht durch den Einsatz und die Nutzung digitaler Informationstechnologien von Ärzten und von Patienten mitten in einem Umbruch. Welchen Einfluss haben die Informationsmedien auf die individuelle und kollektive Kultur des Umgangs mit Gesundheit und Krankheit? Wie verändert sich die Arzt-Patienten-Beziehung durch das Aufkommen des „Internet-Doktors“? Steigen die Qualität der Information und damit der therapeutische Nutzen für den einzelnen Patienten durch höheren Datenfluss und Abspeicherung? Wie steht es mit dem Datenschutz?
Diesem Thema widmet sich die Autoren der kommenden Ausgabe von Imago Hominis „E-Kommunikation und Medizin“. Der Mediziner und Ethiker Stephan Sahm (Ketteler-Krankenhaus Offenbach/D) analysiert darin das durch den „Internet-Doktor“ veränderte Arzt-Patienten-Verhältnis. Vertrauen sei die Voraussetzung jeder gelingenden Beziehung von Patient und Arzt. Die Verpflichtung und die Fähigkeit, eine Diagnose stellen zu können/zu müssen gründet in der Erfahrung des anderen und seines Leidens – eine Aufgabe, die kaum per Mausklick erfüllt werden könne. Im Blick auf die (vorschnelle) Verbreitung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse fordert Sahm ein „Prinzip der Verlangsamung“. Neues dürfe erst nach eingehender wissenschaftlicher Diskussion und Prüfung empfohlen werden.
Der Philosoph Rafael Capurro (dzt. University Wisconsin) analysiert den Wandel der Medizin 2.0 anhand der Begriffe wie Informationsüberflutung, Interaktivität und Selbstdarstellung. Er analysiert das neue Verständnis des menschlichen Leibes aus digitaler Perspektive als ein Paket digital einsehbarer, durch digitale Methoden, Instrumente und/oder Netze manipulier- und steuerbarer Daten.
Die Einnahme mehrerer Arzneimittel führt oftmals zu unerwünschten und sogar gefährlichen Nebenwirkungen. Kann die elektronische Überwachung von Arzneiverordnungen dieses Problem verhindern? Einerseits ja, sagt der Klinische Pharmakologe Eckhard Beubler (Medizinische Universität Graz), wenn es um das Verhindern von Doppelverschreibungen geht, ein Problem, dass durch die Schwemme von Generika neue Dimensionen angenommen hat. Zurückhaltend ist Beubler andererseits angesichts der Wechselwirkungen bei älteren Medikamenten. Deren Informationsinhalte würden in den elektronischen Karteien kaum regelmäßig ergänzt, hier blieben Lücken im System.
Die Einführung der Elektronischen Gesundheitsakte (ELGA) wird in Österreich sehr kontroversiell diskutiert. Lukas Stärker (Österreichische Ärztekammer) zeigt auf, warum trotz kostenaufwendiger Analysen und Studien ELGA noch immer auf keinem soliden Fundament steht und legt dar, welche Fragen noch offen sind.
Wenn das Thema Datenschutz im Rahmen von E-Health Projekten nicht erfolgreich gelöst wird, würde das Projekt seine Akzeptanz verlieren und hätte nur wenige Chancen auf eine erfolgreiche Umsetzung – zu Recht, wie der Datenschutzexperte Klaus Schindelwig (TILAK, Innsbruck) betont. Er fordert unter anderem ein Recht des Patienten auf „elektronisches Vergessen“, also das Löschen nicht mehr relevanter medizinischer Daten.
Die Imago Hominis-Ausgabe 2/2010 mit dem Schwerpunkt „E-Kommunikation und Medizin“ findet sich auf http://www.imabe.org/index.php?id=1384 und kann als Einzelheft um EUR 10,– bezogen werden.
Quelle: IMABE-Newsletter Juni 2010
Labels: E-Health, Imago Hominis, ITK, Kommunikation